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Die Brennnesselsuppe ist definitv der Klassiker unter den wilden Frühlingsgerichten und schon seit meiner Kindheit mein absoluter Favorit. Ich erinnere mich noch gut an die Tage bei meinem Opa am Kreuzbergl in Klagenfurt, der stets Brennnesseln eingefroren hatte und bei dem es daher immer Brennnesselsuppe zu essen gab. Was damals für mich als Kind ganz normal war, bedeutet mir heute sehr viel und ist für mich ein wahrlich kulinarischer Genuss. Heute bin ich diejenige, die jedes Jahr im Frühling Brennnessel erntet und für den Winter einfriert.

Die Brennnessel ist, wie ihr auch unter der Rubrik Wildpflanzen nachlesen könnt, nicht nur eine sehr wertvolle sondern auch sehr dankbare Wildpflanze. Man kann sie fast das ganze Jahr frisch ernten. Die ersten, jungen Triebe im Frühling schmecken natürlich am besten. Aber selbst im November findet man sie noch da und dort und auch dann kann man noch die oberen 3 bis 4 Blattpaare ernten, um in den vollen Genuss zu kommen. Achtet beim Sammeln darauf, dass ihr nicht an stark gedüngten Plätzen sammelt. Die Brennnessel ist nämlich ein sog. Nitratspeicher.

Die Brennnessel ist wohl eine der bekanntesten Wildpflanzen überhaupt. Sie liefert 4-mal mehr Vitamin C als Zitronen sowie 6-mal mehr Kalzium als Milch und ihr Gehalt an Eisen ist doppelt so hoch wie jener von Spinat. Da die Brennnessel sowohl Eisen als auch Vitamin C liefert, kann das Eisen vom menschlichen Körper besonders gut aufgenommen werden. Sie gilt unter den Grünpflanzen als regelrechte Eiweißbombe und liefert doppelt so viel Eiweiß, wie die dafür so geschätzte Sojabohne. Darüberhinaus ist sie eine gute Quelle für Vitamin A, Kalium, Magnesium, Mangan, Kieselsäure, Betacarotin, Flavonoide, Gerbstoffe und Chlorophyll. Die in der Brennnessel enthaltene Kieselsäure sorgt für schöne, kräftige Haare und gesunde Nägel und ihr hoher Gehalt an Chlorophyll verbessert die Zellregeneration und fördert die Wundheilung. Ihr hoher Gehalt an Sekundären Pflanzenstoffen regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass Giftstoffe ausgeschwemmt werden.

Wer die Suppe gerne etwas weniger gehaltvoll oder vegan möchte, der gibt statt Schlagobers und Stärke einfach eine geriebene Kartoffel zur Suppe.

 

Stay wild und viel Spaß beim Nachkochen!

[lt_recipe name=“Brennnesselsuppe“ total_time=“10M“ difficulty=“easy“ print=“yes“ image=“https://www.wildkitchen.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_6817-300×300.jpg“ ingredients=“200g frische Brennnesselblätter;1/2L Gemüsebrühe;1 Knoblauchzehe;1TL Stärke;1 Schuss Schlagobers oder Milch;Muskatnuss;Salz, Pfeffer;frische Sprossen;Hanfsamen;;Bauernbrot;Butter;Brennnesselsamen“ ]Stärke in die Gemüsebrühe einrühren, Knoblauch pressen und hinzufügen und unter Rühren aufkochen lassen bis die Stärke etwas eindickt. ;Die Brennnessel kurz gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Brennnessel in den Mixer geben und mit der heißen Suppe sowie einem Schuss Schlagobers oder Milch übergießen und cremig mixen.;Suppe mit frisch geriebener Muskatnuss sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Ich schäume immer gerne etwas Milch und gebe diese vor dem Servieren in die Suppe. Für ein paar hochwertige Zusatznährstoffe garnier ich die Suppe noch mit frischen Sprossen sowie Hanfsamen. ;Zur Suppe passt wunderbar eine Scheibe Bauernbrot mit Butter, etwas Salz sowie gerösteten Brennnesselsamen.;;[/lt_recipe]