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Verwendete Pflanzenteile: die jungen Triebe, die sog. Hopfensprossen und Zapfen

Fund- und Sammelorte: Hopfen ist eine typische Kletterpflanze und wächst in Gärten, Auwäldern, Gebüschen, an Flussufern oder Waldrändern – überall dort, wo er emporklettern kann.

Botanische Merkmale: Im Frühling schlingt sich der Hopfen mit meterlangen, grünen, Sprossen stets rechts herum an Bäumen und Büschen empor. Man erkennt
ihn auch besonders gut an den im Winter abgestorbenen Stängeln, die im Frühjahr noch deutlich zu sehen sind. Die Blätter des Hopfens erinnern an Weinlaub, sind jedoch rau und behaart, ebenso sind auch die Stängel sehr rau. Im Spätsommer wachsen an den weiblichen Pflanzen die zapfenförmigen Früchte, die ihre Verwendung vorwiegend in der Bierbrauerei und in der Heilkunde finden.

Verwechslungsgefahr: Die Stängel des Hopfens sind sehr rau wodurch er sich eindeutig von anderen Schlingpflanzen unterscheidet. Am besten fährt man mit dem abgebrochenen Stängel der Hopfensprosse über den Handrücken. Wenn der Stängel fast an der Haut hängenbleibt, handelt es sich um Hopfen.

Sammelzeit: Von April bis Mai können die zarten Hopfensprossen gepflückt werden. Die Hopfensprossen pflückt man, indem man mit leichtem Druck mit den Fingern an den Trieben entlang Richtung Spitze fährt, dann brechen die Sprossen genau an jener Stelle, die noch zart und knackig genug für den Genuss ist.

Inhaltsstoffe: Die Hopfensprossen enthalten vorwiegend Vitamin C und Chlorophyll.

Kulinarische Verwendung: Hopfen ist den meisten als wesentlicher Bestandteil des Bierbrauens bekannt. Nur wenige kennen hingegen den kulinarischen Hochgenuss der Hopfensprossen, die auch als Wilder Spargel bezeichnet werden. Was bei uns gratis vor der Haustüre wächst, wird auf italienischen Märkten bereits als Delikatesse zu hohen Preisen feilgeboten. Am besten schmecken die Hopfensprossen pur, als kurz gedünstetes oder gebratenes Gemüse mit brauner Butter und Salz. Man kann damit aber auch wunderbare Gerichte wie Suppe, Risotto oder Pasta zubereiten.