fbpx

Löwenzahn (bot. Taraxacum officinale)

Verwendete Pflanzenteile: junge Blätter, Knospen, Blüten und Wurzel.

Fund- und Sammelorte: Der Löwenzahn bevorzugt sonnige, nährstoffreiche Böden; man findet ihn meist auf Wiesen, Weiden, in Parks und Gärten.

Botanische Merkmale: Er ist gekennzeichnet von einer Blattrosette mit scharf gezahnten Blättern, die weder auf der Ober- noch auf der Unterseite behaart sind. „Löwenzahn heißt das leckere Blatt, aber nur wenn es keine Haare hat.“ Sobald der Löwenzahn gelb blüht, ist eine Verwechslung nahezu ausgeschlossen.

Verwechslungsgefahr: Vor der Blüte besteht Verwechslungsgefahr mit anderen Korbblütlern, wie Ferkelkraut, Wiesenpippau oder Wegwarte, wovon aber keine giftig ist.

Sammelzeit: Zwischen März und Mai erntet man die jungen Blätter aus der Rosettenmitte, ältere Blätter sind nicht mehr so zart und wesentlich bitterer im Geschmack. Nach dem Abmähen der Wiese können auch im Sommer junge Triebe geerntet werden. Ab April können die Knospen und Blüten gepflückt werden. Die Wurzel erntet man im Herbst.

Inhaltsstoffe: Löwenzahnblätter sind besonders reich an Provitamin A – damit macht er selbst der Karotte Konkurrenz. Er gilt auch als eine der reichsten Vitamin K Quellen, das für die Blutgerinnung und Knochenbildung von Bedeutung ist. Die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe wirken appetitregulierend und verdauungsfördernd und bremsen damit Heißhungerattacken. Die Wurzel ist reich an Inulin, einem unverdaulichen Ballaststoff mit prebiotischer Wirkung, das selbst von Diabetikern gut vertragen wird. Außerdem ist Löwenzahn eine gute Quelle für Eiweiß, Vitamin C und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Flavonoide, Phytosterine, Schleimstoffe und Carotinoide.

Kulinarische Verwendung: Der Löwenzahn kann äußerst vielfältig in der Küche eingesetzt werden. Die jungen Blätter haben einen feinbitteren Geschmack und eignen sich besonders gut für Salate. Weiters können die Blätter auch für Smoothies, Pesto oder als gedünstetes Gemüse verwendet werden. Wem die Blätter pur zu bitter sind, mische diese mit anderen Wildpflanzen oder Salaten. Die geschlossenen Knospen sind besonders delikat, ob in Butter gedünstet oder in Essig eingelegt als Kapernersatz. Die süßlich schmeckenden Blütenblätter eignen sich für Desserts, zur Sirup- oder Honigherstellung. Schon unsere Großeltern wussten, dass Löwenzahnhonig nicht nur besonders gut schmeckt, sondern auch wohltuend ist.