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Giersch (bot. Aegopodium podagraria)

Verwendete Pflanzenteile: junge Triebe, Blätter, Knospen und Früchte.

Fund- und Sammelorte: Giersch wächst unter Bäumen und Hecken, in Gärten und Parks, an Wald- und Wegrändern – meistens im Halbschatten.

Botanische Merkmale: Der Blattstiel ist dreikantig und präsentiert im Querschnitt ein Dreieck. „Der Giersch ist schnell erkannt, nimmt man den Blattstiel in die Hand.“ Die Blätter sind dreigeteilt, wobei die drei Blattfiedern wiederum zwei- bis dreigeteilt sind. Zerreibt man den Giersch zwischen den Fingern, riecht er nach Karotte und Sellerie. Der Giersch wächst immer flächendeckend in Gruppen.

Verwechslungsgefahr besteht mit jungen Trieben des Schwarzen Holunder, die oft zwischen dem Giersch wachsen und giftig sind. Sie unterscheiden sich vom Giersch durch ihre 5 bis 7 Fiederblätter und riechen beim Zerreiben unangenehm.

Sammelzeit: Von März bis Juni erntet man die jungen, noch zarten, glänzenden Blätter. Diese eignen sich besonders für den Rohgenuss.1 Von Juni bis August können die Blüten gepflückt und zur Dekoration verwendet werden. Im Sommer reifen die Früchte und werden zum Würzen geerntet. Die älteren, aromatischeren Blätter können bis September gesammelt werden.

Inhaltsstoffe: Der Giersch ist neben der Brennnessel eine der nährstoffreichsten Pflanzen überhaupt. Er ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Der Giersch enthält über 15-mal mehr Vitamin C als Kopfsalat und nahezu doppelt so viel wie die dafür so geschätzten Kohlsprossen. Sein Eisen Gehalt ist 4-mal so hoch wie jener von Spinat und er zählt zu den Wildpflanzen mit dem höchsten Proteingehalt. Der hohe Kaliumgehalt ist harntreibend, stoffwechselanregend und verdauungsfördernd, weshalb Giersch entgiftend, entsäuernd, antioxidativ und antibakteriell wirkt und gerne bei Gicht eingesetzt wird.

Kulinarische Verwendung: Giersch ist eines der ältesten Wildgemüse. In Notzeiten diente er dank seines feinen Aromas häufig als Petersilie-Ersatz. Aufgrund seines milden Geschmacks lässt er sich auch heute vielfältig in die tägliche Ernährung  integrieren. So eignet er sich für Suppen, Spinat, Pesto, Brotaufstriche, Salat, als Belag für Pizza oder Quiche, als Füllung für Palatschinke oder Nudel sowie für Bowlen und Smoothies.